TV 1863 Weidhausen e.V.

SG Kunstadt/Weidhausen : TSV Winkelhaid 29:25 (14:11)

Sieht so ein Absteiger aus? Nach dem sensationellen 29:25 (14:11)-Heimerfolg gegen den Tabellendritten von der TSV Winkelhaid fiel das traditionelle „Sieger-Selfie“ der Damen der SG Kunstadt/Weidhausen besonders fröhlich aus. Immerhin setzte die Gahn-Truppe mit dem Sieg zum Saisonabschluss auch bereits ein Zeichen der Stärke für die neue Spielrunde. Foto: mts

Einen Sieg, der viel mehr wert ist, als die für die Tabelle ohnehin unwichtigen zwei Zähler, holte die Damenmannschaft der SG Kunstadt/Weidhausen am Samstagnachmittag in der Michelauer Mainfeldhalle. Mit einem sensationellen 29:25 (14:11)-Heimerfolg gegen den Tabellendritten vom TSV Winkelhaid verabschiedete sich die Truppe von Christine Gahn aus der Landesliga und holte sich mit einer beeindruckenden Teamleistung den für die nächste Saison so wichtigen Rückenwind.

Wenn man sich am Samstag die Stimmung auf und abseits des Spielfeldes der Mainfeldhalle so anschaute, dann musste man den Eindruck haben, dass die SG-Damen doch noch den Klassenerhalt erreicht hatten. Natürlich bezog sich die Freude aber auf den sportlich so gelungenen Saisonabschluss, der von der 1. Spielminute an auch ein Beweis für die Charakterstärke dieser in der Saison so arg gebeutelten Mannschaft wurde. Vor allem offensiv war die Gahn-Truppe im Vergleich zu allen vorherigen Partien kaum wiederzuerkennen. Die sehr gut besetzte Heimmannschaft strahlte von jeder Position Torgefahr aus, an deren Spitze die junge Lina Pühlhorn stand, die mit acht Toren die beste Offensivkraft auf dem Spielfeld war und dabei von den grandiosen Anspielen Lena Klihms profitierte.

Dabei begann die Partie gar nicht einmal so untypisch für die SG, da sie in der ersten Halbzeit erneut sehr gut mithielt. Und dennoch merkte das Publikum relativ früh, dass das Heim-Team heute besonders viel Entschlossenheit an den Tag legte. Verkörpert wurde dies im ersten Spielabschnitt vor allem von Marion Held, die hier mit viel Zug zum Tor drei ihrer insgesamt vier Treffer erzielte. In der Abwehr hinterließ Linda Baier auf der vorgezogenen Position einen starken Eindruck.

Allerdings drohte die Mannschaft nach der überraschend klaren Pausenführung von 14:11 wieder ins alte Fahrwasser zurückzukehren, da die Phase nach dem Wiederanpfiff allein den Gästen aus Winkelhaid gehörte. Angeführt von Christina Räbel glich der TSV erst zum 14:14 (36.) aus und ging dann über Goetz und Weiler sogar mit 18:16 (40.) in Führung. Doch im Gegensatz zu den vorherigen Partien blieb die SG auch dank ihres guten Torhütergespanns dran. Vor allem „Mami“ Catrin Werner zeigte in ihrem letzten Spiel eine bärenstarke Leistung. Und vorne präsentierten sich die Gastgeberinnen über die wacker kämpfende Yvonne Lang in den Schlussminuten einfach entschlossener als der Gast aus Mittelfranken. Als Lina Pühlhorn mit dem 19:18 in der 44. Minute die Führung zurückgeholt hatte, stand die Halle erstmalig Kopf. Es bedurfte aber noch eines allerletzten Kraftaktes, als Winkelhaid über Deml und Friedrich erneut zum Ausgleich kam (25:25; 56.). In den Schlussminuten vernagelte die SG das eigene Tor, zündete mit Toren von Held, Seufert und Pühlhorn vorne nochmals den Turbo und kam so zu dem sensationellen Endergebnis von 29:25.

Weniger fröhlich ging es am Samstag im Lager des zweiten oberfränkischen Vertreters in der Landesliga zu. Denn der TV Helmbrechts muss nach seiner 22:32-Auswärtsniederlage in Landshut zusammen mit der SG den Weg in die Bezirksoberliga antreten, die dadurch aber einen sportlich noch höheren Stellenwert erlangt.

SG Kunstadt/Weidhausen: Fritz / Werner – Pühlhorn 8, Seufert 5, Baier 4, Held 4, Klihm 3/1, Lang 2, Fürst 1, Röschlein 1, Aust 1, Schnack, Pitterich, Weber.

TSV Winkelhaid: Schewetschek – Räbel 7/6, Goetz 5, Weiler 4, Friedrich 3, Bachmeier 2, Deml 2, Spychala 2, Hübner, Radtke, Meyer, Büttner.

-mts-

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